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Info:
Willkommen im Lab, dem Labor von Runningserver.com. Diese Seiten sollen ihnen Einblick in meine Arbeit verschaffen und zeigen was alles möglich ist und wie man Spaß mit Technik haben kann.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Versuchen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau.

Email Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, ein Teil der hier gezeigten Experimente ist nicht unbedingt ernst gemeint und teilweise lebensgefährlich, ich rate vom nachmachen bestimmter Experimente ab und hafte weder für etwaige Personenschäden oder Schäden die durch das nachmachen eines der hier gezeigten Experimente entstehen könnten.
The Lab - Die Wetterstation

Die Idee:
Die Idee eine Wetterstation zu bauen hatte ich seit dem ich als Kind in einem Physikbuch mal eine Anleitung für ein Windrad gefunden habe. Das Windrad das ich damals gebaut hatte erzeugte bei starkem Wind einige Miliwatt Strom, das war genug für ein Messgerät. So konnte man die Windstärke messen. Irgendwann in einer Nacht hat ein schwerer Sturm das Windrad so stark beschädigt das es nicht mehr zu raparieren war. Seit dem habe ich immerwieder kleine Wetterstationen und Windräder gebaut. Diese Wetterstation ist glaube ich meine fünfte und vielleicht animiert sie ja den ein oder anderen Bastler zum Nachbau. Denn bei dieser Wetterstation wurde nicht nur auf Funktion sondern auch auf Design wertgelegt.

Der Kasten:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das Gehäuse ist ein klassisches Wetterstationsgehäuse. Es besteht aus zwei Holzplatten, vier Vierkanthölzern an den Ecken zwischen denen schräg gestellte Latten eingeklämmt wurden. Das ganze ist verleimt und mehrfach lackiert. Es ist ratsam das Gehäuse wie ein Fenster zu behandeln. Für Holzfenster gibt es Grundierungs und Hauptlack. Ich habe die Wetterstation mehrfach grundiert und zweimal mit dem Hauplack lackiert. Das ganze steht mittlerweile fast zwei Jahre auf dem Balkon und hat sich weder verzogen noch hat das Holz angefangen zu gammeln. Diese Wetterstation ist selbstverständlich abschließbar so das unbefugte nicht am Innenleben herumfummeln können. Abschließend wurde der Kasten mit zwei großen Schlauchklemmen aus dem Baumarkt an der Brüstung des Balkons befestigt. Das folgende Bild zeigt die Wetterstation als sie gerade frisch installiert wurde. Nach zwei Jahren Betrieb ist der Boden nicht mehr so schön sauber wie auf dem Bild. In der Mitte ist ein kleiner Holzsockel zu sehen auf den eine Europlatine geschraubt ist. Diese Platine verfügt links und rechts über Lüsterklemmen und hinten über einen Stecker. Der Stecker ist ein alter FDD Anschluss von einem alten Motherboard, der Stecker ein altes FDD Kabel. Das Kabel führt zu einem 24-Pol Sub-D Stecker Stecker der im Boden der Wetterstation eingelassen und mit Lack vergossen ist. Das ganze ist so ausgelegt das es sich jederzeit erweitern lässt. Ganz ohne Löten können zusätzliche Messinstrumente an den Lüsterklemmen angeklemmt werden.

Der Windsensor:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Der Windsensor ist denkbar einfach konstruiert und wurde erst im Frühling 2004 erneuert. Er besteht aus einem Windrad und einem Generator. Das Windrad besteht aus einem Drahtstern mit drei Spitzen an denen halbe Tischtennisbälle festgeklebt wurden. Das ganze wurde schwarz lackiert und am Fußpunkt wurde eine von ihrem Plastikgehäuse befreite Lüsterklemme verwendet. Diese ist nötig um das Windrad mit der Relativ kurzen Achse des Generators verbunden werden kann. Löten kann man hier leider nicht da der Generator sonst beschädigt werden würde. Als Generator wirkt in diesem Fall ein Elektromotor aus einem alten Kassettenrecorder da dieser sehr leicht anläuft und deshalb bestens als Generator für das Windrad geeignet. Um das unschöne Loch im Dach der Wetterstation etwas zu verdecken und um den Generator etwas gegen Regenwasser zu schützen wurde das Loch mit einem Stück Blei in dessen Mitte ein kleines Loch für die Achse gestochen wurde abgedeckt. Um die Windstärke anzuzeigen habe ich ein altes Drehspuleninstrument aus einem alten Mikorwellentestgerät verwendet (Deshalb die Safety/Caution - Anzeige). Bei jedem Windstoß wird durch die Drehung des Ankers im Moter eine Spannung in dessen Windungen induziert und kann man beobachten wie der Zeiger ausschlägt. Mit einem Potentiometer an der Seite lässt sich das Windmessgerät eichen.

Der Regensensor:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Der Regensensor stellte sich langfristig als Problem heraus. Der Trick besteht darin die Leitfähigkeit des Regenwassers auszunutzen und auf dieser Grundlage einen Regenwasserschalter zu bauen. Das erste Problem ist das Regenwasser sehr hochohmig ist, jedenfalls zu hochohmig um damit niederohmig zu schalten. Um eine Transistorschaltung kommt man in diesem Fall nicht herum. Das nächste Problem ist das der Schalter so konstruiert wird das er möglichst schnell wieder trocknet. Mein erster Schalter (Hintergrund) war eine Europlatine auf der die Leiterbahnen abwechselnd mit einander verbunden waren. Das ganze lag allerdings in einer Vertiefung und hatte eine sehr lange Trocknungszeit, was dazu führte das die Elektroden lange Zeit den zersetzenden Elektrolysekräften ausgesetzt waren was zu einem versiffen des Schalters führte. Mein zweiter Schalter (Vordergrund) verwendet ein freischwebendes Drahtgitter dessen Lötstellen mit Epoxydharz vergossen sind. Man sieht deutlich den Rost der durch die Elektrolyse hervorgerufen wurde. Er Elektrolyseeffekt lässt sich minimieren wenn der Schalter nur kurze Zeit in längeren Zeitabständen abgefragt wird, so das nicht ständig Strom fließt und die Elektroden zerfrisst.

Der Temperatursensor:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Der Temperatursensor ist ein Funktermometer. Die Messstation befindet sich im inneren des Kastens und funkt in mehrminütigen Abständen die Messdaten zur Basisstation. Zur Anwendung kommt hier die MSI Frequenz von 433 Mhz. Auf der Basisstation werden noch Luftdrucktendenz und Luftfeuchtigkeit angezeigt.

Der Lichtsensor:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Als Lichtsensor habe ich eine alte Solarzelle aus einem alten Taschenrechner verwendet. Diese war gerade griffbereit, genauso wie ein altes Multimeter bei dem die Spannungsmessung nicht mehr funktionierte (Leute, gebt niemals eure Multimeter jemandem zum Spielen der nichts davon versteht. Mir wurden schon zwei Multimeter kaputtgemacht.). So wurde das Multimeter auf Strommessung im Mykroampere Bereich eingestellt und an die Solarzelle angeschlossen. Die Solarzelle ist hier zusammen mit dem alten Regensensor in ein mit Epoxydharz vergossenes Metallgehäuse eingebaut. Die Solarzelle ist inzwischen durch die Witterung schadhaft geworden was dazu geführt hat das sie nur noch manchmal funktioniert. Wer einen Fototransistor zur hand hat sollte sich im Zweifel für den Fototransistor entscheiden. Dieser ist kleiner und in einem sehr beständigen Plastikgehäuse eingegossen.

Fazit:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Eine solche selbstgebastelte Wetterstation ist zwar völlig ungenau und kann den Wetterbericht nicht ersetzten aber es ist trotzdem ein nettes Spielzeug und es ist einfach schöner auf ein Messinstrument zu schauen und den Schriftzug "Regen" abzulesen als aus dem Fenster zu schauen um nachzusehen das es regnet, genauso wie man sich lieber in Mykroampere sagen lässt das die Sonne scheint. Es ist einfach der Spaß am basteln der einen zu solchen kleinen Basteleien treibt.

(c)2001-2015 Philipp Maier, Hohen Neuendorf