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Info:
Willkommen im Lab, dem Labor von Runningserver.com. Diese Seiten sollen ihnen Einblick in meine Arbeit verschaffen und zeigen was alles möglich ist und wie man Spaß mit Technik haben kann.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Versuchen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau.

Email Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, ein Teil der hier gezeigten Experimente ist nicht unbedingt ernst gemeint und teilweise lebensgefährlich, ich rate vom nachmachen bestimmter Experimente ab und hafte weder für etwaige Personenschäden oder Schäden die durch das nachmachen eines der hier gezeigten Experimente entstehen könnten.
The Lab - Dornrößchenschaltung

Die Dornrößchenschaltung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Die Idee geisterte mir schon lange im Kopf herum. Wir sind heutzutage umgeben von Geräten im Dauerbetrieb. Vor allem Internetinfrastruktur (Router, DSL-Modem, Switches ect...) sind immer, auch nachts eingeschaltet und verbraten Energie. Wenn man als einzelne Person das Internet nutzt kann eine Steckerleiste Abhilfe schaffen. Aber in einem Haushalt mit mehreren Personen wo jede ihre eigene Workstation hat kann man die Netzinfrastruktur nicht so ohne weiteres abschalten. Hinzu kommt das das Ausschalten auch dauernd vergessen wird. Damit bei uns die Infrastruktur nicht leerläuft habe ich eine Schaltung entwickelt die erkennt ob ein Gerät in Benutzung ist, und es bei erkannter nichtbenutzung abschaltet. Einmal ausgeschaltet muss es, wenn man es wieder benutzen will einfach wieder eingeschaltet werden. Das Ausschalten übernimmt die Automatik. Das Tolle ist das die Schaltung mit nahezu jedem Gerät funktioniert. Internetinfrastruktur ist nur eine Einsatzmöglichkeit von vielen.

Wie es funktioniert:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Die idee lässt sich denkbar einfach umsetzten. Ein Relais, ein Transistor als Treiber und ein Mikrocontroller mit ein par LEDs und fertig. Das ganze kann von jedem Gelegenheitsbastler innerhalb einer Stunde auf Lochraster aufgebaut werden. Das Relais ist so mit der Stromversorgung verschaltet das es diese im abgefallenen Zustand unterbricht und mit einem Taster gebrückt. So lässt sich das Relais per Tastendruck kurz überbrücken um dem Gerät und dem Mikrocontroller kurz strom zu geben. Der Controller wird dann das Relais anziehen lassen und der Taster kann losgelassen werden. Das Programm im Mikrocontroller ist sehr einfach: Der Mikrocontroller überwachst insgesammt 8 Eingänge auf ein bestimmtes Ereignis und zählt die Sekunden. Trit das erwartete Trigger-Ereignis (z.B. das blinen einer Switch LED oder der Tastendruck an einer Kaffeemaschine) ein, wird der Zähler zurückgesetzt. Tritt innerhalb einer gewissen Zeit kein Trigger-Ereignis ein, so wird das Relais ausgeschaltet und fällt ab. Die Stromversorgung ist dann vollständig unterbrochen und das Gerät befindet sich in einem Dornrößchenschlaf. Auf diese Weise wird auch kein Strom zum erhalt irgendwelcher Steuerschaltungen verbraucht. Es muss also gleichsam ein Prinz vorbeikommen und das Gerät sozusagen wachküssen. Dies geschiet einfach durch ein kurzes überbrücken des Relais mit dem Taster. Das Gerät springt wieder an, der Mikrcontroller bekommt wieder strom, lässt das Relais anziehen und schon ist alles wieder in Betrieb bis zum nächsten Abschaltvorgang. Im übrigen ist die Software im Controller so programmiert, das wenn die Dornrößchenschaltung weiter mit Strom versorgt wird einfach wieder auf ein Trigger-Ereignis gewartet und bei Eintritt dieses Ereignisses das Relais wieder einschaltet. Zu Debugzwecken gibt es übrigens eine serielle UART Schnittstelle (9600 Baus, 8n1, 5V Pegel) an der Debugausgaben abgegriffen werden können. Man kann allerdings auch an den LEDs sehen was gerade passiert. Achtung: Es muss unbedingt darauf geachtet werden ein geeignetes Relais und einen geeigneten Taster zu verwenden. Beides muss für 230 V und den zu schaltenden Strom geeignet sein (Beim Strom lieber etwas überdimensionieren). Auf jedem Fall muss bei der Montage reichlich Platz zwischen dem 230V Teil und dem Mikrocontroller Teil bleiben. Bei Lochraster müssen die Pads dazwischen weggeschliffen werden. Es muss auf jeden Fall eine Sicherung in den Versorgungskreis für die Schaltung geschaltet werden, denn sonst fließt bei einem Kurzschluss je nach Netzteil ein sehr hoher Strom der vielleicht einen Brand auslösen könnte.

Download:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Natürlich gibt es wie immer alles mit allen Quellen zum Download. Es muss die Datei config.h geändert werden wenn man die Standartwerte umkonfigurieren möchte. Das Bild oben rechts zeigt übrigens den konkreten Anwendungsfall im Netzteil unseres Concentrator switches. Dieses Netzteil versorgt natürlich auch noch Router und DSL-Modem, welche als Einschub im Concentrator eingebaut sind.

Download - Sleeping Beauty

Bekannte Bugs:
-Die eingebaute Uhr ist nicht geeicht und ist sehr ungenau. (Ich habe das Eichen vergessen ;-)

Und noch ein Wort zur Energiepolitik in diesem Land und dem Rest der Welt: Ich finde Steckernetzteile (Außer vielleicht die teuren, effitienten mit Schaltregler) und Geräte ohne Netzschalter ausnahmslos verboten gehören. Es kann nicht angehen das Geräte verkauft werden die sich nicht ausschalten lassen und dann auch noch warm werden.

(c)2001-2015 Philipp Maier, Hohen Neuendorf