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Info:
Willkommen im Lab, dem Labor von Runningserver.com. Diese Seiten sollen ihnen Einblick in meine Arbeit verschaffen und zeigen was alles möglich ist und wie man Spaß mit Technik haben kann.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Versuchen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau.

Email Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, ein Teil der hier gezeigten Experimente ist nicht unbedingt ernst gemeint und teilweise lebensgefährlich, ich rate vom nachmachen bestimmter Experimente ab und hafte weder für etwaige Personenschäden oder Schäden die durch das nachmachen eines der hier gezeigten Experimente entstehen könnten.
The Lab - Röhrenmonitor kalibrieren

Die Idee:
Manchmal kann es sein das man in die überaus unangenehme Verlegenheit kommt einen Röhrenmonitor kalibrieren zu müssen. Gerade bei alten Monitoren lassen sich von außen gerade mal Helligkeit und Kontrast regeln. Im günstigsten Falle kann man über Regler die Horizontale und die Vertikale kalibrieren. Tatsächlich hat man viel mehr Macht über das Bild als man beim ersten Blick auf die oft spärlichen Regler vermutet. Als ich mein Siemens Nixdorf Terminal, das innerlich völlig vergammelt war restaurierte musste ich auch einen neuen Monitor in das Terminal einbauen. Ein alter Monitor war schnell gefunden allerdings war die Bildröhre ein par Zentimeter zu groß was rein optisch von Außen bis auf die Tatsache das man nur einen Ausschnitt aus dem angezeigten Bild sehen konnte auch nicht störte. Das Bild musste also so kalibriert werden das es sich über den Ausschnitt erstreckte der von Außen auch zu sehen war. Im Folgenden werde ich erklären was dazu alles gemacht werden musste und welche Veränderung am Monitor welchen Effekt brachte. Ich rate allerdings Anfängern von Basteleien an Monitoren ab da in diesen Geräten lebensgefährliche Hochspannung auftritt. Ich übernehme keine Haftung für Hardware oder Personenschäden. Das Nachmachen der genannten Tipps erfolgt auf eigene Gefahr.

Bild Position einstellen:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das Bild an die Richtige Stelle zu Rücken kann mit den auf der Platine normalerweise zur Verfügung stehenden Reglern zu einem Nervenspiel werden. Die Regler auf der Platine erlauben im Normalfall auch keine genaue Positionierung des Bildes sondern beziehen sich auf die Amplitude der Ost-West und Nord-Süd Ablenkung, regeln also nicht die Position sondern nur den Faktor der dem Elektronenstrahl sagt wie weit er auf dem Bildschirm auspendeln soll. Eine genaue Positionierung wird am hinteren Teil der Ablenkerspule mit zwei Magnetblenden vorgenommen. Diese befinden sich immer am hinteren Teil in der Nähe der Katode. Diese zwei Blenden haben je eine Lasche an der man sie bequem mit den Fingern hin und herschieben kann. Verschiebt man die Blenden, welche im Prinzip nichts anderes sind als magnetisierte Eisenplättchen, hin und her ändert sich die Position des Bildes. In der Regel ändert man mit einer der beiden Blenden die Horizontale Position und mit der anderen die Vertikale Position. Es empfiehlt sich etwas mit diesen Blenden herumzuspielen, kaputtmachen kann man dabei nichts, man sollte sich aber die ursprüngliche Position notieren. Zur Sicherheit sollte man die Laschen nur mit den Fingerspitzen anfassen. Wenn sie schwer zugänglich sind kann man ein Stück Holz oder Plastik zum verschieben nehmen.

Kissen einstellen:
Mein Kater Normalerweise hat das Bild eines Monitors oder Fernsehers eine rechteckige Form. Diese Form wird in der Fernsehtechnik als "Kissen" bezeichnet. Ist das Bild an den Seiten eingedellt oder ausgebeult spricht man von einer "Kissenverzerrung". Wenn das Bild also wie das Kissen eines schlampig gemachten Bettes aussieht muss man es neu einstellen. Auch das ist sehr einfach. An den Ablenkerspulen befinden sich kleine viereckige Magnete. Das Magnetfeld dieser Magneten ist dazu da der Ablenkung, die von Natur aus etwas unregelmäßig ist, den letzen Schliff zu geben. Das Bild kann also wie ein Kissen beim Bettenmachen hier und da etwas gezupft und glattgezogen werden in dem man an den kleinen Magneten herumdreht. Meistens sind die Magnete mit etwas Lack fixiert, mit den Fingern oder einem Stück Holz oder Plastik an unzugänglichen Stellen lassen sie sich jedoch gut verdrehen. Es ist ratsam nach dem Einstellen des Kissens die Magnete wieder mit etwas Lack (am besten Nagellack) zu fixieren denn das Magnetfeld der Ablenkerspulen ist ein recht starkes wechselndes Magnetfeld das die Magneten innerhalb kürzester Zeit wieder verstellen würde.

Horizontalablenkung einstellen:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Für die Horizontalablenkung gibt es in der Regel immer einen Regler und dieser ist im Normalfall immer eine regelbare Induktivität, also eine kleine Spule mit einem Eisenkern der sich mit einem Schraubenzieher verstellen lässt. Damit kann man die Bildbreite, also die Horizontalablenkung um einige Zentimeter einstellen. Manchmal kann es jedoch sein das ein bis zwei Zentimeter nicht genug sind und der Regler einfach nicht reicht. Wenn man das Kissen auf der Horizontalen stärker zusammendrücken möchte als der Monitor eigentlich zulässt dann kann man mit einem einfachen Mittel nachhelfen. Alles was man tun muss ist die Amplitude der Horizontalablenkung zu verringern. Theoretisch könnte man einen einfachen Wiederstand nehmen, dann würde ein Teil der Spannung am Wiederstand abfallen und das Bild würde zusammenfallen. Das Problem ist jedoch das auf der Ablenkerspule ein sehr hoher Strom fließt und man deshalb einen sehr leistungsstarken Wiederstand (einige Watt) benötigen würde. Es geht jedoch auch einfacher: In alten Computernetzteilen findet man oft Ringkernspulen mit einem dicken Kupferdraht. Man löte sich einfach eine solche Spule aus und schalte sie in Reihe zu der Ablenkerspule. Die Spule entwickelt auf grund der Wechselspannung sofort einen induktiven Wiederstand und verringert so auf sehr effektive Weise die Amplitude der Horizontalablenkung. Jetzt kann man in aller Ruhe die Spule so lange abwickeln bis man die gewünschte Kissenbreite erreicht hat. Es empfiehlt sich dabei den eigentlichen Regler in Mittelposition einzustellen damit man in hinterher zur Feineinstellung verwenden kann.

Weitere Tipps:
Mein Kater Das linke bild zeigt mein Nixdorf Terminal, es ist kaum zu glauben das hinter dem Gehäuse ein wesentlich größerer Computermonitor steht. Wenn man mit Bildröhren herumspielt sollte man niemals den Respekt vor dieser Technik verlieren. Bildröhren sind luftleer gepumpte Glaskolben die schon bei der kleinsten Macke implodieren können. Passen Sie also mit Werkzeugen Auf, ein Schraubenzieher ist schnell fallengelassen und das Zimmer mit Scherben übersäht. Desweiteren werden Bildröhren mit Hochspannung betrieben. Die Hochspannung, auch Anodenspannung genannt, dient dazu die Elektronen zu beschleunigen und gegen den Bildschirm zu schleudern wo sie dann als Leuchtpunkte zu sehen sind. Die Hochspannung wird durch ein dick isoliertes Kabel an der Seite der Bildröhre eingespeist. Ich rate davon ab an dieser Isolation herumzuspielen. Auch wenn der Monitor ausgeschaltet ist bleibt Hochspannung in der Bildröhre die wie ein Kondensator wirkt zurück. Die Ablenkerspulen werden in der Regel mit ein par Volt betrieben, sind also relativ ungefährlich. Hinten an der Katode wo Heizspannung und die Spannung für die Elektronenblenden anliegt können es wiederum einige hundert Volt sein. Beim Umgang mit Bildröhren ist also in jeder Hinsicht Vorsicht geboten. Zusätzlich sollten sie brachten das sie an Elektrogeräten niemals mit beiden Händen gleichzeitig arbeiten sollten. Ein Elektriker mit dem ich mich mal unterhalten hatte gab mir diesbezüglich folgenden Tip mit auf den Weg: "Die linke hand in die Hosentasche, mit der rechten Hand arbeiten."

(c)2001-2015 Philipp Maier, Hohen Neuendorf