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The Lab - Bildschirmtrix

Bildschirmtrix:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Mit BTX ist Deutschland vor gut 25 Jahren ins Onlinezeitalter aufgebrochen. Das ist jetzt immerhin ein viertel Jahrhundert her. Aus der Sicht der Informatik eine Ewigkeit. "Ein Internet-Monat ist wie ein Menschenjahr" hat Eric Danke (Die treibende Kraft hinter BTX) mal gesagt - das wären dann also 300 Jahre ;-) Ein Volk von Telelesern wollte man sein und man kann heute sagen das diese Idee im Internet voll aufgegangen ist. Der Onlinedienst BTX wurde 2001 abgeschaltet. Zwar existierte er als Homebankingzugang bis 2007, die Seele das Onlinedienst starb aber schon mit der Abschaltung der Einwahlknoten. Geblieben sind nur ein par tote Endgeräte. Ich selbst habe keine lebhafte Erinnerung an BTX. Auf dem Land hatte man soetwas früher nicht. Außerdem gehören meine Eltern nicht zur Generation-Online. Irgendwann habe ich dann mehr durch Zufall ein BTX-Terminal auf dem Flohmarkt gefunden (Multikom S1) und gekauft. Zu diesem Zeitpunkt war BTX aber schon abgeschaltet. Ich hatte damals keine guten Elektronikkenntnisse und habe ich das Terminal jemand anderem angedreht. Jahre später habe ich dann bei einer Onlineauktion ein nagelneues Multitel 11 ersteigert. Das Multitel 11 war aber nach kurzer Zeit kaputtgespielt (Mit dem Tastkopf abgerutscht - Kurzschluss - Videocontroller im Eimer) Es vergingen wieder ein bis zwei Jahre. Ich kaufte mir ein BtxTV und legte wieder los. Jetzt hatte ich die Kenntnisse, die Messtechnik war vorhanden. Es musste ein Weg gefunden werden diese Terminals wieder nutzbar zu machen. Das Vorhaben war auf Grund zunächst gänzlich fehlender Dokumentation nicht einfach. Es erforderte viel technisches Fingerspitzengefühl und Ausdauer. Das Vorhaben war so komplex das es in mehrere Teilprojekte unterteilt werden musste, welche hier kurz vorgestellt werden.

miniBTX:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern BTX-Terminals sind keine gewöhnlichen Terminals. Ein solches Terminal kann man nicht ohne weiteres mit einer 3-Draht Verkabelung an einen Rechner hängen und z.B. als Linuxconsole nutzen. Im übrigen war dies auch mein erster Gedanke für eine künftige Verwendung der Terminals. Mit der langsamen Baudrate hätte man ja noch leben können, aber es sind nur maximal 40 Zeichen pro Zeile möglich. Rechnerkonsolen brauchen allerdings mindestens 80 Zeichen pro Zeile. BTX-Terminals haben auf der Leitungsebene eine eigenwillige Schnittstelle. Es musste also zuerst ein Weg gefunden werden mit den Terminals zu kommunizieren - keine einfache Sache. Herausgekommen ist ein relativ simpler Adapter, miniBTX, welcher die propritäre Schnittstelle des Terminals auf eine Standart RS232 Schnittstelle adaptiert. Außerdem werden, falls das Modul in ein Embedded-Device integriert werden soll, einige Steuerleitungen herausgeführt die einem die Implementierung deutlich erleichtern. Mehr informationen zu miniBTX.

mikroPAD:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Ein Adapter macht noch lange keinen Onlinedienst. Zwar wäre es jetzt möglich gewesen eine PC-Software zu schreiben die den Onlinedienst simuliert, aber das war mir zu wenig. Ich wollte einen richtigen Onlinedienst. Meine Vision war ein Gerät von der Größe eines Modems, an das auf der einen Seite mit dem Terminal und auf der anderen Seite über das LAN mit dem Internet verbunden wird. Beim Drücken der Verbindungsaufbau-Taste auf dem Terminal sollte automatisch eine Verbindung zu einem Server im Internet hergestellt werden. Ich wusste das ein Kollege von mir (D.B.) gerade erfolgreich seine Entwicklungen an einem kleinen Betriebsystem mit TCP/IP für AVR-Controller abgeschlossen hatte. Ich lies mir ein Evaluation-board geben und programmierte eine Applikation, die in einem Hyptertextkorsett abgelegte BTX-Seiten von einem HTTP-Server herunterläd und an das Terminal als binäre BTX-Seite weiterleitet. Nach dem ich die Software fertig und das Evaulation-board mit Fädeldrähten und Lochrasteranstückelungen überzogen war habe ich das ganze in ein eigenes Design gegossen. Das Gerät heißt mikroPAD. Die PAD (Packet Assembler/Disassembler) waren früher die BTX-Einwahlknoten. Beim mikroPAD bedeutet PAD Page Assembler Device. Der HTTP-Server wird als ULM bezeichnet da der BTX-Großrechner in Ulm stand. Leider unterstützt der mikroPAD bislang ausschließlich Terminals mit DBT-03 Schnittstelle. Prinzipiell wäre es auch möglich Terminals mit V24 oder Telefonschnittstelle zu unterstützen, man müsste lediglich die Hardware leicht anpassen. Mehr zum mikroPAD.

Onlinedienst:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößernBildschirmtrix ist während der ganzen Zeit der Arbeitstitel des Projektes gewesen. "Bildschirmtrix" war früher eine Verballhornung von "Bildschirmtext". Ich fand den Namen sehr passend da man einiges an Tricks kennen muss um auf einem Bildschirmtext-Bildschirm etwas anzuzeigen. Bildschirmtrix ist ganz nebenbei auch der Name eines fiktiven Onlinedienstes der Deutschen Chaospost. Die Seiten sind im wesentlichen als Anwendungsbeispiel für den mikroPAD gedacht. Die Sammlung enthält einige Beispiel und Systemseiten. Die Seiten sind ständig verfügbar unter http://btx.runningserver.com. Dieser Server ist auch in der mikroPAD Standartkonfiguration als ULM eingetragen, so das man zum Testen einfach nur die vorkompilierten Binaries flashen braucht. Echter BTX-Content ist leider nicht überliefert und existiert bestenfalls als Screenshots im Internet. Wenn wider Erwarten jemand früher BTX-Anbieter war und Backups seiner Seiten noch irgendwo hat würde ich mich über eine Email von ihm sehr freuen. Vielleicht ist es ja möglich aus den alten Daten noch etwas zu rekonstruieren.

Download:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und auch etwas Bundespost spielen will der findet im Paket alles was es zum BTXen braucht. Es erfordert allerdings ein wenig Erfahrung im Umgang mit Elektronikbauteilen und Kenntnisse im Platinenätzen um den MikroPAD zu bauen. Ich habe das System mit verschiedenen Terminals getestet und eine Kompatibilitätsliste erstellt, die Liste ist im Paket enthalten. Wenn man selber BTX-Content erstellen möchte sollte man schon 2-3 verschiedene BTX-Terminals besitzen um Formatierprobleme möglichst ausschließen zu können. Es ist wie bei Webseiten, die testet man ja auch nicht mit nur einem einzigen Browsertyp.

Download - Bildschirmtrix

Wenn es Probleme beim Zusammenbauen gibt, ich helfe gerne. Email genügt.

Links zum Thema:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergrößern Das Netz ist einen weiten Weg gegangen, bis es zu dem wurde was es heute ist. Bildschirmtext war in Deutschland der erste Versuch einen Onlinedienst, der gefühlsmäßig (nicht technisch) mit dem heutigen Internet vergleichbar ist, flächendeckend einzuführen. Das Vorhaben war für die damalige Zeit ein gewaltiges Projekt. Hinzu kam das man überhaupt keine Erfahrung hatte wie Onlinedienste funktionieren, geschweige denn das man Sicherheitstechnische Aspekte hätte abschätzen können. Dennoch ist die Geschichte von BTX eine spannende Geschichte - das kann ich jetzt sagen. Hier habe ich einige Links zum Thema rausgesucht:

Die Hackerbibel -- Lustige Spielchen
Die Hackerbibel -- Ein Schlag gegen das System
Die Datenschleuder -- BTX heisst Bildschirmtrix
Die Datenschleuder -- Das Unsicherheitssystem
zeit.de/1997... -- Artikel zu BTX
chaosradio.ccc.de/do... -- Fernsehbeitrag vom BTX-Hack
de.youtube.com/watch... -- BTX-Werbespot
de.youtube.com/watch... -- Prestel-Werbespot
de.youtube.com/watch... -- Tagesschau zu BTX
bildschirmtext.bundespost.de -- ein ähnliches Projekt
btxmuseum.de -- Onlinemuseum für BTX-Hardware

Nachtrag: Video:
Für Interessierte habe ich hier mal ein kleines Video zum Thema gedreht:

(c)2001-2015 Philipp Maier, Hohen Neuendorf