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Download: Connection Machine Led Panel

Connection Machine LED Panel
Viele Informatiker erinnern sich gerne an die blinkenden Konsolen der ersten Computer zurück. Es gibt eine Firma die es Mitte der 80er Jahre mit den Blinkenlights noch einmal auf die Spitze getrieben hat. Das ist die Firma Thinking Machines Corp. mit ihren Connection machines. Dies waren größere Multi-CPU (hunderte) Systeme bei denen jede einzelne CPU mit einer Aktivitäts-LED ausgestattet war. Gedacht war sowas für hoch parallelisierbare Probleme und die KI-Forschung. Im ersten Teil von Jurassic Park wurde übrigens ordentlich Schleichwerbung für die CM5 Serie gemacht, die Nerds unter uns werden sich erinnern. Wie auch immer, in diesem Projekt ging es erstmal nur darum etwas zu bauen das eine Connection Machine ähnliche LED-Matrix simulieren kann. Es musste skalierbar sein. Sprich es soll (fast) egal sein wie viele Panel angeschlossen werden. Das ganze sollte aus verfügbaren Komponenten zusammengesetzt werden und möglichst keine Custom-Bauelemente enthalten. Also keine selbst designten PCBs etc. Die Panels sollten am Ende auch als normale PC-Hardware funktionieren, also über USB an einen PC anschließbar sein der sie dann steuert.



Herausgekommen ist dann folgende, relativ simple Hardware. Als Panel habe ich die kürzlich von Adafruit auf den Markt geworfenen RGB 16x32 Matrix Panel genommen. 16x32 ist zwar nicht ganz korrekt wann man so wich eine CM1/CM2 damit bauen will (Korrekt wäre 8x32). Das fällt aber kaum auf. Da Adafruit auch gleich Arduino-Code mitliefert habe ich der Einfachheit halber auch einen Arduino genommen und den Code von Adafruit verwendet. Ich habe kurz darüber nachgedacht den Code neu zuschreiben, allerdings war der erste Test mit dem Adafruit Beispiel sehr überzeugend. Lief auf Anhieb problemlos. Also noch schnell ein serielles Protokoll drangebastelt um die Pixeldaten zu übertragen und im CAD-Programm eine Plexiglas-Trägerplatte designed. Fertig ist die Display-Baugruppe. Ich habe mir 8 Stück davon gebaut und wie oben in dem Bild in ein CM1 ähnliches Gehäuse verbaut. Auf dem Bild ist das Gehäuse noch nicht ganz fertig. Es fehlt das Glas an der Front. Sieht aber schonmal toll aus.



Die Software zur Steuerung ist normale PC-Software. Sie läuft als daemon unter linux. Dazu gehört noch ein Python-programm das auf dem Arbeits-PC installiert wird. Es misst dort die CPU-Auslasatung und meldet sie an den daemon der die Displays ansteuert. Die Animation auf dem Display wird lebhafter wenn die CPU-Leistung auf dem Arbeits-PC ansteigt. Ist der Arbeits-PC idle, wird auf den Displays das bekannte das bekannte Idle-Pattern angezeigt (schaut mal Jurassic-Park1, dort sieht man das Idle-Pattern die ganze Zeit.). Die PC-Software ist mit den Werkzeugen von Libosmocore erstellt worden. Libosmocore kommt eigentlich aus dem Telco-Bereich, bietet aber eine Menge nützlicher Tools die man zum Bau von Steuersoftware sehr gut verwenden kann. Confi-File Parser, Telnet Shell, Control interface ist alles schon eingebaut. Wen das interessiert, der kann ja mal bei osmocom.org vorbeischauen.



Download der aktuellen Version:
Die jeweils aktuellste Version kann hier heruntergeladen werden. Bitte beachten Sie die Lizenzbestimmungen (GNU-GPL V2.0, siehe license.txt)
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Man sollte jetzt von der ganzen Installation keine Wunder erwarten. Für ein bisschen Blinkenlights reicht es in jedem Fall voll aus. Videos kann man aber, obwohl das Protokoll zwischen Display und PC theoretisch 216 Farben anzeigen kann, nicht abspielen. Aber vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee wie man es schneller machen kann.

(c)2001-2018 Philipp Maier, Hohen Neuendorf