RUNNINGSERVER.com
StartseiteDownloadThE lAb!LinksFaqImpressumDatenschutz
GO!
Men√ľ:

Interessantes
The Lab - Das Mikorwellenmessgerät The Lab - EL84 Roehrenverstaerker The Lab - EKG-Gerät The Lab - Mikrowelle schlachten
The Lab - pdp8-Panel
The Lab - Röntgenstrahlung
The Lab - Omi¬īs Teletype
The Lab - MBS128
The Lab - Das Datenklo
The Lab - Teleschirm 101
The Lab - Imag. Machine

N√ľtzliches
The Lab - Serielles Terminal
The Lab - Röhrenmonitor kalibrieren
The Lab - Der Infrarot Repeater
The Lab - Der Infrarot Repeater 2
The Lab - SGI Adapter
The Lab - Dornroeßchenschaltung
The Lab - Siemens P1 entsperren
The Lab - Die Wetterstation
The Lab - Die Wetterstation 2.0
The Lab - Kolophoniumkomb√ľse

Chipkarten
The Lab - ChicardLab
The Lab - DeveloperCard
The Lab - geekKarte
The Lab - Xcos
The Lab - Magnetkarten
The Lab - rfidLab

Platinenfertigung:
The Lab - Platinen belichten
The Lab - Platinen √Ątzen
The Lab - SMD Löten

DEC:
The Lab - Vax Adapter
The Lab - QBus Vorlage
The Lab - QBus Vorlage
The Lab - pdp11tool

Laser:
The Lab - Laser
The Lab - Laser Leistungsbegrenzer
The Lab - Laser Spiegelhalter
The Lab - Laser Strahlschalter
The Lab - ALC60 Gold Control
The Lab - Vectorchrom
The Lab - Diode-Controller
The Lab - ilda2signleened

Bildschirmtext:
The Lab - Bildschirmtrix
The Lab - DBT-03 Modem
The Lab - miniBTX
The Lab - mikroPAD

Funk:
The Lab - Usrp external Clock
The Lab - Lband Empfang
Info:
In meiner Freizeit beschäftige ich mich viel mit Elektronik, Technik und Geräten. Hier auf meinen Laborseiten stelle ich die Ergebnisse meine Projekte vor.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Dingen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau (Wird auch niemals fertig werden, keine Sorge...)

Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, die hier gezeigten Experimente und Basteleien sind lebensgef√§hrlich und richten sich ausschlie√ülich an Fachleute mit entsprechender Sachkenntnis. Das hier gezeigte erfordert einen sicheren Umgang mit Hochspannung, Strom, Lasern und Giftstoffen. Die Warnung ist ernst gemeint und ich hafte weder f√ľr Personensch√§den oder Sachsch√§den!
The Lab - Platinen √Ątzen

Die Idee:
Die Europlatine d√ľrfte vielen Bastlern ein Begriff sein. Es gibt sie in Streifen, in Punkten, mit Streifen und Punkten, als L√∂thilfe f√ľr SMD-Ics usw. Mancheiner wird bestimmt schon mal mit dem Gedanken gespielt haben selbst Platinen zu √§tzen aber vor den von Chemikalien ausgehenden Gefahren und den obendrein auch noch nicht billigen Laborger√§ten zur√ľckgeschreckt sein. Diese kleine Anleitung soll ihnen zeigen wie sie ohne auch nur ein einziges Laborger√§t mit einfachsten Mitteln Platinen √§tzen k√∂nnen.

Womit wird geätzt?
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr√∂√üern Zum √Ątzen wird Natriumpersulfat verwendet. Natriumpersulfat bekommen sie in jedem gut sortiertem Elektronikladen (z.B. bei Conrad). Es ist wie der Name schon sagt ein Salz. Gel√∂st in Wasser reagiert es mit dem Kupfer der Platine. Dabei entsteht Sauerstoff und ein Kupferoxyd welches in der L√∂sung verbleibt und diese nach und nach blau f√§rbt. Irgendwann ist die L√∂sung so sehr mit Kuper ges√§ttigt das sie nicht mehr zu verwenden ist. Dann muss sie entsorgt werden. Dies sollte korrekterweise bei einem Entsorgungsunternehmen erfolgen. Geringe Mengen k√∂nnen allerdings auch (verbotenerweise!) stark verd√ľnnt im Klo entsorgt werden. Beachten Sie das die Chemikalten giftig sind! Deshalb sollten Sie w√§hrend der ganzen Zeit eine Schutzbrille und Handschuhe tragen. Sollte es mal passieren das Sie etwas von den √Ątzchemikalien auf die Hand bekommen waschen sie sich bitte sofort die H√§nde. Kommen Chemikalien in die Augen lassen sie Wasser in ein Waschbecken ein, tauchen das Gesicht ins Wasser und machen unter Wasser die Augen auf und zu. Danach suchen sie Bitte sofort einen Arzt auf. Ich weise an dieser Stelle daraufhin das ich weder Haftung f√ľr Personen noch f√ľr Sachsch√§den √ľbernehme. Das nachmachen dieser Anleitung erfolgt auf eigene Gefahr!

Vorbereiten der Platine:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr√∂√üern Zu aller erst wird die Platine vorbereitet. In diesem Beispiel wollen wir eine Platine f√ľr einen kleinen Stecker √§tzen. Es empfiehlt sich zu aller erst die L√∂cher f√ľr die Beine des Steckers zu bohren. Da die Beine recht dick sind und man auch nie hunertprozentig genau bohren kann wird in diesem Fall ein 1,5mm Bohrer verwendet. Damit man wei√ü wo man bohren muss kann man sich eines kleinen Tricks bedienen. Man pinselt einen kleinen Tupfer Tipp-Ex an die Beine des Steckers und dr√ľckt diesen auf die nicht mit Kupfer beschichtete Seite. Dadurch hat man gleich alle L√∂tpunkte im richtigen Abstand von einander auf einen Schlag angezeichnet und braucht nur noch an den entsprechenden Stellen zu bohren. Nach dem Bohren m√ľssen die L√∂cher nur noch entgratet werden. Es empfiehlt sich an dieser Stelle die Platine noch einmal mit Nagellackentferner zu reinigen um sicher zu sein das sie auch v√∂llig sauber und fettfrei ist. Im zweiten Schritt mahlt man mit einem Edding um jedes Loch ein L√∂tauge. Ist man damit fertig mahlt man die Leiterbahnen auf. Wer m√∂chte kann auch seine Initalien auf die Platine schreiben. √úberall wo jetzt der Lack von dem Edding ist wird nicht ge√§tzt weil das Kupfer an diesen Stellen gesch√ľtzt ist. Wenn man ein wenig fortgschrittener ist besteht auch die M√∂glichkeit Fotoempfindliche Platinen zu kaufen. Dann wird eine am Computer auf Folie ausgedruckte Schaltung mit UV-Licht auf die Platine belichtet. Danach wird die Platine wie ein Foto entwickelt. Daher auch der Begriff "Gedruckte Schaltung" F√ľr den Anf√§nger ist die Edding-Methode jedoch in den meisten F√§llen allemal ausreichend.

Der √Ątzvorgang
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr√∂√üern Nun kommt der entscheidende Schritt. Die Platine wird ge√§tzt. Als √Ątzbad empfiehlt sich eine flache, luftdicht verriegelbare Tupperdose aus Plastik. Auf diese Weise kann man das √Ątzbad leicht irgendwo verstauen und bei Bedarf wieder hervorholen. Man f√ľllt zuerst die Tupperdose mit etwas Wasser. Ein Wasserstand von 2 cm ist mehr als ausreichend. Auf der Dose mit dem Natriumpersulfat befindet sich in der Regel eine Dosieranleitung. Diese sollte man auch befolgen. Hat man also gem√§√ü der Dosieranleitung ein par Teel√∂ffel Natriumpersulfat in der Tupperdose versenkt r√ľhrt man mit einem Plastikstab so lange bis sich alles Natriumpersulfat im Wasser gel√∂st hat. Jetzt k√∂nnte man theoretisch die Platine schon ins √Ątzbad geben. Allerdings ist die chemische Reaktion endotherm. Das hei√üt sie braucht Energie in Form von W√§rme von au√üen. Man k√∂nnte sich jetzt im Fotobedarf eine W√§rmeplatte kaufen oder man kann folgenden Trick anwenden. Das √Ątzbad wird einfach f√ľr ein par Minuten in die Mikrowelle (nat√ľrlich ohne Platine!) gelegt und aufgew√§rmt. Danach wird die Platine reingelegt und das √Ątzbad in einem mit Styropor isolierten Karton gelegt und abgewartet. Jetzt kann man in aller Ruhe einen Tee trinken gehen. Der √Ątzvorgang dauert n√§mlich seine Zeit und je ges√§ttigter und k√§lter das Bad wird um so l√§nger dauert er. Nach einer halben Stunde sollte man schon Ergebnisse sehen k√∂nnen. Wenn alles wegge√§tzt wurde was weg soll dann kann man die Platine mit einer Plastikpinzette herausnehmen und abwaschen. Beachten Sie bitte das die L√∂sung jede Art von Metall angreift, achten Sie also darauf das sie nur mit nichtmetallischen Gegenst√§nden im √Ątzbad herumfurwerken. Hat man die Platine herausgefischt muss nur noch die Eddingfarbe mit Nagellackentferner entfernt werden und fertig ist die Platine und kann best√ľckt werden.

Fertig!
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr√∂√üern Der Aufwand hat sich gelohnt, die Leiterbahnen sind sauber ge√§tzt. Mit einer Europlatine h√§tte man das nicht so sauber hinbekommen. Im Grunde sind die ersten Platinen die man √§tzt richtige kleine Kunstwerke und eigentlich viel zu schade zum verbauen. Nebenbei bemerkt ist es eine sch√∂ne Geschenkidee ein Bild mit Edding auf eine Platine zu zeichnen und herauszu√§tzen. Mit ein bisschen Fantasie ist von einem in Kuperblech ge√§tztes Fensterbild bis hin zu einer √Ątzradierung in eine Kupferplatte alles m√∂glich.

√Ątzanlage in aktion:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr√∂√üern In diesem Video sieht man meine selbstgebaute vollautomatische √Ątzanlage. Mit dem Stelltrafo wird der Painterman (Grafitty Spielzeug aus den 90er Jahren) Kompressor geregelt der st√§ndig Luft in das √Ątzbad pumpt und es so umw√§lzt. Das Autobatterie-Ladeger√§t versorgt die W√§rmeplatte mit Strom. Leider war ich bei dem Aufbau etwas vom Pech verfolgt, das Das Ladeger√§t hielt dem hohen Strom nicht stand und verabschiedete sich mit einem Duftgru√ü, auch der Painterman Kompressor geriet etwas ins Schwitzen, durch die herunterregelung wurde n√§mlich auch sein K√ľhlventilator heruntergeregelt. Na ja, man hats nicht leicht, die Platine war aber am Ende trotzdem ein voller Erfolg.

Tip: Schau dir doch auch mal meine Computersammlung an!
(c)2001-2018 Philipp Maier, Hohen Neuendorf