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Info:
In meiner Freizeit besch├Ąftige ich mich viel mit Elektronik, Technik und Ger├Ąten. Hier auf meinen Laborseiten stelle ich die Ergebnisse meine Projekte vor.

Wenn Sie noch Fragen zu den hier gezeigten Dingen haben schreiben sie mir einfach eine Email. Diese Seiten befinden sich zur Zeit noch im Aufbau (Wird auch niemals fertig werden, keine Sorge...)

Bitte Beachten Sie auch die Hindweise in Faq und Impressum bevor Sie sich die Programme herunterladen.

Achtung, die hier gezeigten Experimente und Basteleien sind lebensgef├Ąhrlich und richten sich ausschlie├člich an Fachleute mit entsprechender Sachkenntnis. Das hier gezeigte erfordert einen sicheren Umgang mit Hochspannung, Strom, Lasern und Giftstoffen. Die Warnung ist ernst gemeint und ich hafte weder f├╝r Personensch├Ąden oder Sachsch├Ąden!
The Lab - Gold Control

Gold Control - ALC60X Automatisch:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Der ALC60X war in der Zeit bevor es leistungsf├Ąhige Laserdioden gab der Laser des kleinen Mannes. Es handelt sich dabei um einen sehr robusten luftgek├╝hlten Argonlaser. Der ALC60 ist deshalb so weit verbreitet weil er fr├╝her von Xerox massenhaft in Laserdruckern verbaut wurde. Dementsprechend sehen auch die Lasernetzteile von innen aus. Die K├Âpfe sind meist relativ sauber weil hier von den Vorbesitzern schon Hand angelegt wurde. Aber das will ich eigentlich gar nicht erz├Ąhlen.... Jedenfalls ist bei den ALC60 und bei Gaslasern dieser Klasse meistens eine Menge zu beachten. Die Laser m├╝ssen mit ├Ąu├čerster Vorsicht hoch und runter gefahren werden, regelm├Ą├čig laufen ect. Eine kleine Schusseligkeit kann schon irreversible Sch├Ąden an der R├Âhre verursachen oder zumindest ihre Lebensdauer unn├Âtig verk├╝rzen. Und da dachte ich mir es sei eine gute Idee eine Steuerrung zu entwerfen die das hoch und runterfahren automatisiert und die Interlocks ├╝berwacht. Gedacht getan: Hier ist die ALC60X Gold-Control:

Einfache Bedeinung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Ich wollte ein einfach bedienbares Lasernetzeil haben, eines bei dem es zwei Kn├Âpfe kn├Âpfe, einen f├╝r an und einen f├╝r aus, und einen Knopf zum einstellen der Leistung gibt. Die Leistung sollte in Prozent auf einem Display angezeigt werden. Das ganze sollte nat├╝rlich m├Âglichst idiotensicher sein: Betrieb nach dem Motto: "Plug and Lase" - Einfach knopf dr├╝cken und der Laser geht an. Auch wollte ich eine M├Âglichkeit eine Leistung zu konfigurieren die dann atomatisch beim n├Ąchsten Einschalten wieder eingestellt wird.

Fernwartung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Auch durfte nat├╝rlich eine serielle Schnittstelle zur Fernwartung nicht fehlen. ├ťber diese Wartungsschnittstelle (LMT) k├Ânnen alle Funktionen die man am Bedienfeld ausf├╝hren kann auch remote ausgef├╝hrt werden. Technisch ist es sogar so das das Bedienfeld selbst auch nur Kommandos in die Shell eingibt. Hier ist ein Beispiel-Log vom hochfahren und runterfahren des Lasers. zwischen drin wurde ab und an der Status abgefragt. Die Schnittstelle wurde auf Grund des rauen Einsatzfeldes bewusst nicht als USB-Serielle ausgef├╝hrt. Au├čerdem kann eine herk├Âmmliche serielle Schnittstelle einfacher zur Kommunikation mit anderen selbstgebauten Ger├Ąten herangezogen werden. So w├Ąre es zum Beispiel denkbar das die Steuerung eines ├╝bergeordneten Systems (Laserprojektor) den Laser steuert.

Interlocks:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Ich pers├Ânlich habe gro├čen Respekt vor Lasern. Es sind einfach echt gef├Ąhrliche Lichtquellen. Auf Sicherheit lege ich daher gro├čen Wert und so hat die Steuerrung auch diverse Schutzmechanismen eingebaut. So ist es z.B. m├Âglich die Firmware so zu konfigurieren das der Interlock am ILDA-Eingang ├╝berwacht wird. Falls der ILDA-Interlock unterbrochen wird, wird sofort ein Emergency-Shutdown durchgef├╝hrt (Laser geht sofort aus und k├╝hlt runter). Das Interlock-Signal wird auch propagiert, das bedeutet das die Schaltung am ILDA-Ausgang den Interlock ebenfalls unterbricht. Ein dort angeschlossenes Ger├Ąt wird dann ebenfalls die entsprechenden Shutdown-Prozeduren ausf├╝hren. Nat├╝rlich ist auch ein NOT-Aus Knopf vorgesehen. Diese Schalter haben in der Regel zwei Schaltkontakte, einen ├ľffner und einen Schlie├čer. Der ├ľffner ist direkt in den Interlock-Kreis des Goldbox-Netzteils eingeschleift. Der Schlie├čer ist mit dem Mikrocontroller verbunden. Wird der Not-Aus gedr├╝ckt erlischt der Laser sofort. Aber auch der Mikrocontroller bekommt auf diese Weise mit das der Not-Aus grdr├╝ckt wurde und leitet die entsprechende Shutdown-Prozedur ein.

Standby:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Manch einer wird sich fragen warum eigentlich ein ILDA-Port am Netzteil verbaut ist. Auf den ersten Blick macht dies keinen Sinn, denn Argonlaser k├Ânnen nicht wie Diodenlaser ├╝ber die Stromversorgung moduliert werden. Der ILDA-Port hat hier auch nicht die Aufgabe den Laser zu modulieren sondern ist f├╝r die Standby-Funktion des Lasers ├Ąu├čerst n├╝tzlich. Die Steuerrung kann n├Ąmlich durch Beobachten des Blaukanals am ILDA-Port erkennen wann der Laser nicht benutzt wird und selbigen in den Standbybetrieb fahren. So wird die R├Âhre geschont. Ebenfalls erkennt das Netzteil wann der Laser wieder gebraucht wird und f├Ąhrt diesen dann hoch. Das Ganze ist deshalb hilfreich da gerade beim Basteln (und das ist ja das was die eigentliche Freude bereitet) l├Ąngere Pausen entstehen die in denen keine Projektion ausgegeben wird. In diesen Pausen muss der Laser nicht mit der vollen Leistung laufen sondern kann im Standby bleiben. Der Ilda-Eingang des Netzteiles ist selbstverst├Ąndlich differenziell - so wie es sein sollte.

Leistungssteuerrung:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Zun├Ąchst vorweg: Die Steuerplatine in der Goldbox hat einen Floating-Ground. Das bedeutet das da wo man eigentlich 0V vermuten w├╝rde einige 100V ├╝ber Erde anliegen. Man kann sich denken was passiert wenn man versucht an die Platine irgendwas nicht galvanisch getrenntes anzuschlie├čen. Es ist also alles was an der Goldbox-Platine angeschlossen ist galvanisch getrennt anzuschlie├čen. Das gilt auch f├╝r das Poti zur Leistungseinstellung. Deshalb habe ich ein Motorpotentiometer aus einer alten Stereoanlage verwendet. Der Motor in diesem Poti war so leichtg├Ąngig und Verbrauchsarm das ich ihn direkt mit den Mikrocontroller-Pins (Zur Sicherheit jeweils 3 zusammen) tereiben konnte. Leider waren bei dem Poti die G├Ąnge nicht galvanisch von einander getrennt. Deshalb muss die Steuerrung blind erfolgen. Dies ist jedoch kein Problem da das Verhalten des Potentiometers gut vorhersehbar ist und bei jedem Start das Poti einmal ganz auf und wieder zu gefahren wird. So wird verhindert das es eventuell klemmt und man hat die Garantie das das Poti beim Start immer ganz zugefahren ist. Diese Art der Leistungssteuerrung funktioniert in meinem Fall problemlos und ist elektrisch eine sehr sichere Sache.

Fazit:
Klicken Sie auf das Bild um es zu vergr├Â├čern Wie viele andere gr├Â├čere Gaslaser ist auch mein Laser ein Opfer der 445nm-Inflation geworden. Etwa zwei Wochen nach dem der Laser bei mir eintraf kamen die g├╝nstigen 445nm Dioden auf den Markt. Diese Dioden werde ich auch bei meinen weiteren Projekten einsetzen. Dioden haben einfach den gro├čen Vorteil das die g├╝nstig, klein, stromsparend und schnell modulierbar sind. Dem Gegen├╝ber stehen die Gaslaser. Sie sind teuer in der Anschaffung und im Unterhalt. Es sind gro├če, schwere Maschinen deren Stromdurst man mit einer Phase kaum noch stillen kann und f├╝r die Modulation braucht man wenns gut werden soll ein teures AOM. Daf├╝r sind die Strahldaten von Gaslasern oftmals besser als die von Diodenlasern. Dioden k├Ânnen nicht auf mehreren Linien schwingen und letztlich sind Gaslaser einfach sch├Âner und interessanter. Laser zum Anfassen eben.

Dokumentation und Mikrocontroller-Source zum Download:
Download - goldControl

Das Downloadpaket enth├Ąlt alles n├Âtige zum Nachbau und einen sehr l├╝ckenhaften Schaltplan vom Marlin-Goldbox-Netzteil.

Klicken Sie hier um das Video auf Youtube.com anzusehen

Tip: Schau dir doch auch mal meine Computersammlung an!
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